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Baumarten & Pflanzen

Baum pflanzen: Die beste Pflanzzeit und so gelingt es

von Redaktion4 Min. Lesezeit

Ein Baum ist eine Entscheidung für Jahrzehnte. Damit er gut anwächst, kommt es vor allem auf zwei Dinge an: den richtigen Zeitpunkt und eine sorgfältige Pflanzung. Das Wichtigste vorweg: Die beste Pflanzzeit für die meisten Bäume ist der Herbst, etwa von Ende September bis in den Dezember, solange der Boden nicht gefroren ist. Für frostempfindliche Arten ist das Frühjahr besser. Hier erfahren Sie, worauf es ankommt.

Herbst oder Frühjahr?

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) empfiehlt für die meisten winterharten Gehölze die Pflanzung im Herbst. Der Grund: Der Boden ist noch warm, und die Wurzeln wachsen bis in den Winter weiter. Im Frühjahr treibt der Baum dann schon mit einem kleinen Wurzelpolster aus und übersteht den ersten trockenen Sommer besser.

Herbst ist besser für:

  • die meisten heimischen Laubbäume wie Ahorn, Linde, Eiche oder Buche
  • winterharte Obstbäume wie Apfel, Birne und Zwetschge
  • Nadelbäume, die laut LWG schon ab September gepflanzt werden können. Sie müssen danach aber gut gegossen werden

Frühjahr ist besser für:

  • frostempfindliche Arten, laut LWG zum Beispiel Pfirsich und Aprikose
  • schwere, lehmige Böden, die im Winter lange nass bleiben
  • sehr windige, raue Lagen

Im Allgäu mit seinen langen Wintern und in höheren Lagen gilt: Lieber früh im Herbst pflanzen, damit der Baum vor dem Frost noch Wurzeln bilden kann. Oder bis zum Frühjahr warten.

Wurzelnackt, Ballen oder Container?

Wann Sie pflanzen können, hängt auch davon ab, wie der Baum geliefert wird:

WarePflanzzeit laut LWGHinweis
Wurzelnacktetwa Ende September bis Anfang Dezember und Anfang März bis Ende Aprilgünstig, aber nur außerhalb der Wachstumszeit
BallenwareHerbst und Frühjahrfür größere Bäume und anspruchsvolle Arten
Containerwaregrundsätzlich ganzjährigim Sommer viel gießen

Wurzelnackte Bäume sollten Sie vor dem Pflanzen nur ein bis zwei Stunden in Wasser stellen, nicht über Nacht. So empfiehlt es die LWG.

Den richtigen Standort wählen

Bevor Sie graben, sollten Sie diese Fragen klären:

  • Wie groß wird der Baum? Planen Sie mit der Größe, die der Baum in 20 oder 30 Jahren hat, nicht mit der beim Kauf
  • Wie viel Abstand braucht er? Zu Haus, Leitungen und Terrasse, aber auch zum Nachbarn. Für Bäume gelten gesetzliche Grenzabstände. Mehr dazu im Ratgeber Überhängende Äste vom Nachbarn
  • Wie ist der Boden? Staunässe vertragen die meisten Bäume schlecht
  • Wie viel Sonne gibt es? Obstbäume brauchen einen sonnigen Platz

Welche Arten sich für den Garten eignen, zeigt unser Ratgeber Schöne Bäume für den Garten.

Baum pflanzen: Schritt für Schritt

  1. Pflanzloch ausheben: etwa doppelt so breit wie der Wurzelballen und so tief, dass der Baum danach genauso tief steht wie vorher in der Baumschule
  2. Boden lockern: Die Sohle und die Wände des Pflanzlochs mit dem Spaten aufrauen, damit die Wurzeln gut eindringen können
  3. Pfahl setzen: Den Stützpfahl vor dem Baum einschlagen, auf der Seite, aus der meist der Wind kommt. So beschädigen Sie keine Wurzeln
  4. Baum einsetzen: Bei veredelten Obstbäumen muss die Veredelungsstelle, die Verdickung über den Wurzeln, über der Erde bleiben
  5. Erde einfüllen: Den Aushub mit etwas reifem Kompost mischen, einfüllen und leicht antreten
  6. Anbinden: Den Baum mit einem breiten, elastischen Band locker an den Pfahl binden, damit die Rinde nicht einschnürt
  7. Gießrand formen und angießen: Einen kleinen Erdwall um den Baum ziehen und kräftig wässern, auch wenn es regnet. So schließt sich die Erde um die Wurzeln
  8. Mulchen: Eine Schicht Rindenmulch oder Laub hält den Boden feucht

Die ersten Jahre nach der Pflanzung

Die wichtigste Pflege ist das Gießen. Ein junger Baum braucht in den ersten zwei bis drei Jahren in Trockenphasen regelmäßig Wasser, und zwar selten, aber durchdringend. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber Trockenstress bei Bäumen.

Halten Sie außerdem die Baumscheibe frei von Rasen und kontrollieren Sie das Anbindeband jedes Jahr. Nach einigen Jahren, wenn der Baum fest steht, kann der Pfahl weg. Bei Obstbäumen beginnt nach der Pflanzung der Erziehungsschnitt, siehe Apfelbaum schneiden.

Größere Bäume pflanzen wir für Sie

Ein Hausbaum mit Ballen ist schnell mehrere hundert Kilo schwer. Baumpflege Pemsl pflanzt Bäume im ganzen Allgäu, in Oberschwaben und am Bodensee fachgerecht, von der Standortberatung über die Pflanzung bis zur Verankerung. Auch Ersatzpflanzungen nach einer genehmigten Fällung übernehmen wir.

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Häufige Fragen

Wann ist die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen? Für die meisten Bäume der Herbst, etwa von Ende September bis in den Dezember, solange der Boden nicht gefroren ist. Frostempfindliche Arten pflanzen Sie besser im Frühjahr.

Kann man Bäume im Winter pflanzen? An frostfreien Tagen mit offenem Boden ja, vor allem wurzelnackte und Ballenware. Bei gefrorenem oder sehr nassem Boden sollten Sie warten.

Kann ich im Sommer einen Baum pflanzen? Nur Containerware, und dann müssen Sie in den ersten Wochen sehr regelmäßig gießen. Besser ist der Herbst.

Wie tief muss ein Baum gepflanzt werden? So tief, wie er vorher in der Baumschule stand. Zu tief gepflanzte Bäume kümmern oft. Bei Obstbäumen bleibt die Veredelungsstelle über der Erde.

Braucht jeder neue Baum einen Pfahl? Fast jeder Baum ab Hüfthöhe sollte in den ersten Jahren gestützt werden, damit die feinen Wurzeln bei Wind nicht abreißen. Nach einigen Jahren kann der Pfahl entfernt werden.

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